Das Thema Live-Stream ploppt auch in unseren Breitengraden immer häufiger auf. Klar, die Bewegtbildwelle braucht eine Fortsetzung und da kommen Live-Streams speziell im Social Media Marketing gerade recht. 2015 haben wir mit Meerkat gesehen, dass dedizierte Plattformanbieter sehr erfolgreich sein können. Periscope folgte nur wenig später und hatte noch mehr Erfolg.

Live-Streams passen nicht unbedingt immer zu jeder Marke und jedem Account. Genau wie im „normalen“ Bewegtbildbereich, werden wir auch hier zukünftig Beispiele von fancy Marketern sehen, die das Fremdschämen durchaus erlauben. Aber genauso viele sinnvolle und coole Anwendung dieser neuen Contentform wird es zusätzlich geben.

Wenn du jetzt aber gar nicht anders kannst, als Live-Streams in dein Social Media Konzept einzubauen, dann solltest du dir die folgende Infografik nicht entgehen lassen. Die Kollegen von Marketo haben sich bemüht, möglichst viele sinnvolle Informationen zum Thema Live-Streaming in eine Grafik einfließen zu lassen und dir zu präsentieren.

Etwas weniger interessant für den deutschsprachigen Raum dürfte hier tatsächlich Periscope sein, weil die Social Media Budgets hierzulande dann doch nicht so locker sitzen, als dass besonders viele Marken auf diesen Zug mit einem eigenen Account aufspringen. Aber die Fakten zu Facebook und Snapchat sind sehr interessant und für den B2B Bereich natürlich auch LinkedIn. Vielleicht kann der ein oder andere ja auch die Vorschläge zur Themenfindung in der Grafik für sich und seine Auftraggeber verarbeiten.

 

Achieve Real-Time, Real Engagement with Live Streaming Video [Infographic]

Brought to you by Marketing Automation Software by Marketo

Meine 2 Cent

Ich denke, dass sich das Thema Live-Stream im Social Media Marketing verstärkt durchsetzen wird und wir werden 2016/2017 viele spannende und erfolgreiche Anwendungsfälle sehen. Besonders sinnvoll finde ich das Feature im Bereich der direkten Kommunikation mit Kunden, die sich nicht hinter einem Markenprofil und neutralen Community Managern verbirgt, sondern in die visuelle Offensive geht. Mitarbeiter der Marke werden plötzlich sichtbar und ansprechbar. Dabei geht der Trend weg vom Neutrum zu real existierenden Personen, die hinter einem Produkt und einer Marke stehen und mit denen man kommunizieren kann. Wenn Marken in Zukunft Gesicht zeigen und nicht auf die Daggis dieser Welt zurückgreifen, die in YouTube Videos Produkte anpreisen, dann wird dies eventuell sogar einen Einfluss auf den Umgang Kunde <-> Marke haben.

Über den Autor

Heiko Schneider

Heiko ist seit 2007 einer der Gründer und Geschäftsführer einer Social Media Agentur, seit 1997 beruflich im Netz unterwegs und unstillbar auf Entdeckungsreise durch die Netzwelt.

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